Nagel­korrektur­spangen
im Überblick

Nagelkorrekturspangen werden am Nagel oder unterhalb des Nagelrandes befestigt und von medizinisch geschultem Personal oder Fußpflegefachkräften aktiviert. Die Spange hebt den Nagelrand leicht an und entlastet so das umliegende Gewebe. Je nach Einzelfall und medizinischen Anforderungen können verschiedene Systeme zum Einsatz kommen.

3TO ist auf Nagelkorrekturspangen spezialisiert und bietet fünf verschiedene Systeme an, die sich perfekt ergänzen.

Die aktive Passivspange

Das flexible Aktivelement passt sich jeder Nagelform an und das selbstglättende FLUIDGEL lässt sich leicht gleichmäßig auftragen.

Das Logo von Podostripes zeigt einen Fuß mit einem innovativen Fußpflege-Design und einem charakteristischen Symbol.

So einfach wie ein Pflaster

Die flache und kaum sichtbare PODOSTRIPE Klebespange bringt den Nagel mit Leichtigkeit in Form.

Die Aktiv-Klebespange

Die podofix Aktiv-Klebe-Spange ist eine Nagelkorrekturspange, die spannungsfrei auf die Nageloberfläche aufgeklebt wird.

Ein übergroßes Fußnagelbild zeigt das Logo "COMBIped", was auf Fußpflegeprodukte hinweist.

Clevere Kombination

Die COMBIped Spange kombiniert die einfache Handhabung einer Klebespange mit der Kraft einer Drahtspange.

Eine skizzierte Darstellung zeigt eine 3TO-Spange, die auf einem Nagel angebracht ist und für die Nagelkorrektur verwendet wird.

Das Original

Die dreiteilige Drahtspange von 3TO verhilft mit voller Kraft zu einem gesunden Nagelwachtum.

Spangen
Vergleich

Spangentyp
Aktive Passivspange
PREMIOFORM
Ein schmaler Spachtel aus Kunststoff liegt auf einem weißen Hintergrund und eignet sich ideal für feine Arbeiten.
Klebespange
PODOSTRIPE
Ein silberner Kleiderbügel mit einer geschwungenen Form, ideal für die Aufbewahrung von Kleidung.
Klebespange
podofix
Ein transparenter Kombi-Ped mit einem langen Stab liegt auf einem weißen Hintergrund.
Klebe-Draht-Spange
COMBIped
Ein Diagramm zeigt eine schwankende Kurve mit einem deutlichen Anstieg, der einen Trendverlauf darstellt.
Drahtspange
3TO-Spange
Einseitig/beidseitig beidseitig beidseitig beidseitig eine Seite stärker beidseitig
Intensität
Einfachheit
Hochrisiko Patienten
Nagelfalz nicht zugänglich geeignet geeignet geeignet bedingt bedingt
Details details details Details Details

Welche Spange für welchen Fall?

Je nach Diagnose wählt der Therapeut die geeignete Nagelkorrekturspange aus. Die PREMIOFORM, PODOSTRIPE und podofix-Spangen aus Kunststoff eignen sich besonders für dünnere Nägel und leichtere Fälle von eingewachsenen Nägeln.

Die 3TO-Spange (Drahtspange) und die kombinierte Draht-Klebe-Spange COMBIped werden ein- bzw. beidseitig unter den Nagelrand gehackt und wirken daher etwas stärker. Von leicht deformierten Nägeln über schmerzhafte eingewachsene Nägel bis hin zu stark gekrümmten Nägeln – fast alle Fälle können mit diesen Spangen wieder in Form gebracht werden. Für die 3TO-Spange ist eine Tagesschulung obligatorisch, alle anderen Spangentypen können auch ohne Kurs verwendet werden.

Welche Spange die perfekte Therapiemethode für den Patienten ist, entscheidet der Fußprofi nach individueller Diagnose. Oft werden im Laufe der Behandlung verschiedene Spangen verwendet – perfekt abgestimmt auf die aktuellen Bedürfnisse des jeweiligen Nagels und Patienten.

Eine Fußpflegebehandlung findet statt, während eine Fachkraft mit blauen Handschuhen sorgfältig den Fuß einer Person untersucht.

 

 

 

 

 

 

FAQ

Was ist eine Nagelkorrekturspange und wie funktioniert sie?

Eine Nagelkorrekturspange ist ein medizinisches Hilfsmittel zur Behandlung des sogenannten Unguis incarnatus – des eingewachsenen Zehennagels. Sie wird am Nagel oder unterhalb des Nagelrandes befestigt, hebt den Nagelrand kontinuierlich leicht an und entlastet so das umliegende Gewebe. Eingesetzt wird sie bei eingewachsenen Nägeln in den Stadien 1, 2 und 3: von ersten Entzündungszeichen über Granulationsgewebe bis hin zu chronisch entzündeten Verläufen. Die Behandlung erfolgt durch Fußpflegefachkräfte (Podologinnen und Podologen) oder medizinisch geschultes Personal – ganz ohne Operation.

Kann die Nagelspangenbehandlung von der Krankenkasse übernommen werden?

Ja. Seit Juli 2022 kann die Nagelspangenbehandlung als Heilmittel ärztlich verordnet werden und wird von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Voraussetzung ist ein diagnostizierter Unguis incarnatus (ICD-10: L60.0) in Stadium 1, 2 oder 3. Ärztinnen und Ärzte stellen die Verordnung auf dem Formular Muster 13 aus – pro betroffenen Nagel jeweils eine separate Verordnung. Im Stadium 1 sind bis zu acht Behandlungseinheiten pro Verordnung möglich, in den Stadien 2 und 3 maximal vier.

Welche Nagelkorrekturspange ist die richtige für eingewachsene Nägel?

Die Wahl hängt vom Schweregrad und der Nagelstruktur ab. Bei leichteren Fällen und dünnen Nägeln eignen sich die Kunststoffspangen PREMIOFORM, PODOSTRIPE oder podofix. Bei stärker eingewachsenen, stark gekrümmten oder dickeren Nägeln kommen die klassische 3TO-Drahtspange oder die kombinierte Draht-Klebe-Spange COMBIped zum Einsatz. In fortgeschrittenen Stadien (Stadium 2 und 3) erfolgt die Behandlung in enger Abstimmung zwischen Podologin bzw. Podologe und der verordnenden Ärztin oder dem Arzt. Die endgültige Entscheidung trifft stets der Fußprofi nach individueller Diagnose.

Wie unterscheiden sich Klebespangen und Drahtspangen?

Klebespangen wie PODOSTRIPE, podofix und PREMIOFORM werden direkt auf die Nageloberfläche aufgeklebt. Sie sind flach, kaum sichtbar und einfach anzuwenden – auch ohne spezielle Schulung. Drahtspangen wie die klassische 3TO-Spange werden unter den Nagelrand gehackt und wirken mit höherer Korrekturkraft, was sie für schwerere Fälle geeignet macht. Die COMBIped kombiniert beide Prinzipien: Klebetechnik auf der Nageloberfläche und Drahtkraft an einer Seite. Oft werden im Verlauf einer Behandlung verschiedene Spangensysteme eingesetzt – abgestimmt auf den aktuellen Zustand des Nagels und die Bedürfnisse des Patienten.

Brauche ich eine Schulung, um Nagelkorrekturspangen anzuwenden?

Für PREMIOFORM, PODOSTRIPE, podofix und COMBIped ist keine verpflichtende Schulung erforderlich – diese Systeme können von Podologinnen und Podologen direkt eingesetzt werden. Lediglich für die klassische 3TO-Drahtspange ist eine eintägige Schulung obligatorisch. 3TO bietet entsprechende Trainings an. Grundsätzlich gilt: Die Fertigung, Anpassung, das Anlegen, Nachregulieren und Entfernen der Nagelkorrekturspange sind laut Heilmittel-Richtlinie Aufgaben der Podologie – Diagnostik, Wundbehandlung und Wundkontrolle verbleiben in ärztlicher Hand.